NACHRICHTEN
VIDEO
ENGLISH
EINESTAGES
FORUM
SPIEGEL WISSEN
Suche
SPIEGEL-Archiv
Index
Länderlexikon
Statistik
Hilfe
ABO
SHOP
Mein SPIEGEL
SPIEGEL special 1/2006
vom 21.02.2006
"Die 50er Jahre"
Vom Trümmerland zum Wirtschaftswunder
HAUSMITTEILUNG
HAUSMITTEILUNG - HAUSMITTEILUNG (S. 3)
Inhalt
Heimkehrer aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft - Heimkehrer aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft: (S. 4)
INHALT (S. 4)
Kanzler Konrad Adenauer beim Bocciaspiel - Kanzler Konrad Adenauer beim Bocciaspiel: (S. 4)
Verkehrsstau zu Ferienbeginn 1959 - Verkehrsstau zu Ferienbeginn 1959: (S. 4)
Romy Schneider als Kaiserin Sissi - Romy Schneider als Kaiserin Sissi: (S. 4)
Berlin, zwei Monate nach Kriegsende - Berlin, zwei Monate nach Kriegsende: (S. 5)
Kaufhaus in Frankfurt am Main - Kaufhaus in Frankfurt am Main: (S. 5)
Edelhure Rosemarie Nitribitt - Edelhure Rosemarie Nitribitt: (S. 5)
Jugendliche Rock'n'Roll-Tänzer - Jugendliche Rock'n'Roll-Tänzer: (S. 5)
10. Jahrestag der DDR-Gründung - 10. Jahrestag der DDR-Gründung: (S. 5)
AUFSTIEG NACH DEM UNTERGANG
Blühende Landschaften: Die Deutschen entdecken die Gründerjahre der Bundesrepublik. In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und Reformstau blicken sie mit Nostalgie und Neugier auf die Ära des Wirtschaftswunders. Doch wie entstand aus den Trümmern der Diktatur einer der liberalsten Staaten Europas? (S. 6)
"Ich war auf Adenauers Seite": Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, 87, über sein Erleben der Aufbruchstimmung nach dem Krieg, die Rolle der USA beim Wiederaufbau und die Gefahr plebiszitärer Elemente in der ... (S. 18)
Alles auf Anfang: In umgewidmeten Villen und Schlössern wurde in der Frühzeit der beiden deutschen Staaten Politik gemacht, es gab Brüche zur Vergangenheit und Kontinuitäten. Heute sind diese Orte und Objekte Souvenirs der Geschichte. (S. 22)
LEBEN IN TRÜMMERN
Muckefuck und Eichelsuppe: Als Sturz ins Bodenlose empfanden die Deutschen die totale Niederlage, die auf ihren totalen Krieg folgte. Doch in den Hungerjahren zwischen Hitler und Adenauer wurden unter dem Militärregime der Sieger die Weichen für den Weg in die Bonner Wirtschaftswunderrepublik gestellt. (S. 34)
"Getrauert wurde nie": Nach 1945 waren die Deutschen auch ein Volk von Traumatisierten. Doch die seelischen Verwundungen wurden verdrängt. (S. 40)
Leistung statt Leid: Über die Schrecken des Krieges schwiegen die Deutschen in den Gründerjahren. Auch die Kinder mussten das Erlebte verdrängen - doch Jahrzehnte später kehren die alten Ängste bei vielen zurück. (S. 42)
"Entwurzelte im Land der Täter": Die Münchner Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander über ihre Kindheit in bayerischen Lagern für jüdische "Displaced Persons" aus ... (S. 44)
Traumland Amerika: Hunderttausende Deutsche wanderten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Übersee aus. Sie flohen vor Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot. In der neuen Welt wartete auf die Emigranten vor allem eines: harte Arbeit. (S. 46)
DIE ANFÄNGE DER BUNDESREPUBLIK
Verteilte Macht: Vorsicht war die Mutter des Grundgesetzes. Als die Westdeutschen die Bundesrepublik ins Leben riefen, wollten sie vor allem eine neuerliche Diktatur verhindern. Zum Gründungsakt gehörten auch Adenauers Tricksereien, mit denen er Bonn zum Regierungssitz machte. (S. 50)
Ohnmächtige Sieger: Wie die Alliierten daran scheiterten, Deutschland zu ... (S. 56)
"Demokratie von oben": Der Hamburger Historiker Axel Schildt über Glanz und Elend der Nachkriegszeit, die Rolle der Alliierten bei der Gründung der Bundesrepublik und den Preis des Aufbaus einer stabilen, liberalen Demokratie in ... (S. 58)
Alles außer Stahl und Waffen: Die einstige Rüstungsschmiede Krupp sollte nach dem Krieg zerschlagen werden. Doch gerade der Zwang, sich auf neue Geschäftsfelder zu verlegen, führte den Konzern zu neuer Größe. (S. 61)
Die geteilte Heimat: Vom Nachkriegschaos zum "Wunder der Integration": In den fünfziger Jahren schaffen sich Millionen aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße vertriebene Deutsche im Westen des Landes eine neue Existenz durch Anpassung. (S. 64)
Der unchristliche Streit der Christen: Zwischen Protestanten und Katholiken kam es in den fünfziger Jahren zu erbitterten Auseinandersetzungen. (S. 72)
"Im Anfang war Adenauer": Der Gründungskanzler war der Architekt der Republik, alles, was später an- und umgebaut wurde, folgt bis heute seinem Grundriss. Der Rheinländer verankerte die Republik im Westen. Aber seine "Kanzlerdemokratie" trug Züge einer "Kanzlerdemokratur". (S. 74)
"So einer fehlt uns heute": Tausende Besucher pilgern jährlich zu Konrad Adenauers Haus in Rhöndorf am Rhein. In vielen weckt das konservierte Ambiente Sehnsucht nach der Übersichtlichkeit jener Zeit. (S. 80)
DIE FRÜHEN JAHRE DER DDR
Vorwärts im Rückwärtsgang: Die DDR sollte das bessere Deutschland werden - stattdessen fanden sich die Ostdeutschen in der nächsten Diktatur wieder. Während die Bürger ihr zu entkommen suchten, träumte die SED davon, die Bundesrepublik einzuholen. Doch mit dem Mauerbau 1961 war das sozialistische Experiment am Ende. (S. 82)
Verharmloste Tragödie: Fast jeder vierte DDR-Bürger war 1949 ein Vertriebener aus den alten Ostgebieten. (S. 88)
WG mit dem Iwan: Nach Kriegsende zogen sowjetische Offiziere bei deutschen Familien ein. Die bizarren Wohngemeinschaften endeten auch, weil die Russen zu sehr den Verlockungen bürgerlicher Dekadenz verfielen. (S. 90)
Ein deutscher Aufstand: Am 17. Juni 1953 begehrten über eine Million Menschen gegen die SED-Diktatur auf. Für ihren Mut werden die Aufrührer bis heute gefeiert. Weil die DDR-Bürger überwiegend friedfertig blieben, konnten die Sowjets die Rebellion leicht niederschlagen. (S. 94)
DAS WIRTSCHAFTSWUNDER
Fresswelle nach der Fettlücke: Mythos Wirtschaftswunder: In kürzester Zeit ist Westdeutschland aus den Kriegstrümmern zur Industriemacht aufgestiegen. Hatte der Ökonom Ludwig Erhard tatsächlich entscheidenden Anteil daran? Oder war der Aufschwung bloß das Ergebnis glücklicher Umstände? (S. 98)
Hungrige Augen: Als im Juni 1948 die Deutsche Mark eingeführt wurde, verloren Sparer fast alles. Steigende Preise nach der Währungsreform vergrößerten noch die Kluft zwischen Arm und Reich. (S. 106)
DER DEUTSCHE FETISCH: Hans-Ulrich Wehler über die nostalgische Verklärung singulärer ... (S. 108)
Auferstanden mit Millionen: Für Daimler-Benz gab es keine Stunde null. Schon 1944 bereitete Vorstandschef Haspel das Unternehmen auf die Nachkriegszeit vor. Bald war auch die alte Vorstandsgarde wieder im Amt. (S. 110)
HITLERS ERBE
Amnesie und Amnestie: Millionen Deutsche unterstützten Hitler, Hunderttausende machten mit bei Holocaust und Kriegsverbrechen. Der Verzicht auf eine umfassende Entnazifizierung ist der größte moralische Makel der Nachkriegsgeschichte. Nur: Anders wäre der Aufbau der Republik ungleich schwieriger gewesen. (S. 112)
Tanker für Jerusalem: Nach seinem Amtsantritt verkündet Konrad Adenauer, dass er Israel für die Aufnahme Hunderttausender Holocaust-Überlebender entschädigen will. Es ist der Auftakt für dramatische Verhandlungen. Minister rebellieren, Demonstranten weinen, und der Kanzler ist Adressat einer Paketbombe. (S. 119)
"Wie ein Störenfried": Die Publizistin Inge Deutschkron über ihre Erfahrungen als Jüdin und Holocaust-Überlebende im ... (S. 122)
Heimkehr ohne Heim: Zehn Jahre nach der Kapitulation wurden die letzten der elf Millionen deutschen Kriegsgefangenen freigelassen. Über eine Million starb in Gefangenschaft. Viele Überlebende schafften es nicht, wieder Wurzeln zu schlagen: Ehen zerbrachen, nicht wenige glitten ab in die Kriminalität. (S. 124)
DER KALTE KRIEG
Der Weg nach Westen: Die Integration der Bundesrepublik in die westliche Staatengemeinschaft war eine wesentliche Voraussetzung für Wiederaufbau und Aufschwung nach dem Krieg. Sie bedeutete gleichzeitig das Ende der Suche nach einem deutschen Sonderweg. Von Manfred ... (S. 128)
Lieber tot als Soldat: "Nie wieder Krieg" hieß das Motto einer breiten Protestbewegung gegen Wiederbewaffnung und Westbindung. Die "Kampf dem Atomtod"-Kampagne wurde zum Wendepunkt der politischen Kultur in der jungen Republik. (S. 135)
Die Parade der "Rosinenbomber": Die Luftbrücke, ein beispielloses Spektakel aus Hilfsbereitschaft und Propaganda, festigte die Allianz der West-Berliner mit der westlichen Welt. (S. 138)
Von der schnellen Truppe: Nach Hitlers Weltkrieg scheint die Aufstellung einer neuen Streitmacht in dem frisch geteilten Land fast undenkbar. Doch Kanzler Adenauer betreibt die Wiederbewaffnung mit großer Eile. (S. 140)
Kampf dem Klassenfeind: Agenten-Krieg in Deutschland: Die Stasi entführt Antikommunisten aus dem Westen und sperrt sie jahrelang in DDR-Gefängnisse. Die Nato legt Waffenlager an und kooperiert mit Kriminellen - sie sollen nach einem Vormarsch der sowjetischen Armee den Angreifern in den Rücken fallen. (S. 142)
ALLTAGSKULTUR ZWISCHEN MUFF UND MODERNE
Sehnsucht nach dem Happy End: Fresswelle und Reisewut, Tütenlampen und Heimatfilme - die Alltagskultur der Aufbaujahre zeigte ein neues, oft etwas verkrampftes Selbstbewusstsein. Und alles sollte sauber sein - im Haushalt wie auf der Kinoleinwand. Von Hellmuth ... (S. 144)
Das Brot der frühen Jahre: Die neue Einfachheit in der Literatur und in den Bauten der fünfziger Jahre verstand sich als Sprache der Entsetzten, Überlebenden und Unbehausten. (S. 151)
"Eingebildete Reiche": Südtirol war in den fünfziger Jahren das beliebteste Ziel deutscher Urlauber. Sie reisten ins Ausland, blieben aber sprachlich daheim und unter sich. Viele kamen auch, um sich mit dem Kampf der Südtiroler gegen die Italiener zu solidarisieren. So verbanden sie das Private mit dem Preiswerten und dem Politischen. (S. 156)
Saubere Leinwand: Das Kino hat Konjunktur, das Volk zieht es zur Illusion: Heimatschnulzen und "Sissi"-Filme sind die Kassenschlager. Eine Sekundenszene mit Hildegard Knefs blankem Busen wird zum Skandal. (S. 158)
Aufbruch ins Gestern: Nach dem Krieg sind die Frauen in Deutschland deutlich in der Überzahl. Ihre Stellung in Beruf und Gesellschaft stärkt das kaum - um 1950 kehrt die Gattin wieder an den Herd zurück. (S. 160)
Das Wunder von Bern: Nach dem Sieg im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 war ganz Deutschland aus dem Häuschen. Die deutsche Euphorie - "Wir sind wieder wer" - stieß im benachbarten Ausland auf Argwohn. (S. 163)
Lüstern und spießig: Der Mordfall Nitribitt wurde zum ersten Sittenskandal der prüden Adenauer-Ära. Die Ermittler schonten prominente Kunden der Edelhure, der Krupp-Konzern versuchte einen Zeugen zum Schweigen zu bringen. (S. 166)
Aufruhr der Halbstarken: Viele Jugendliche der Fünfziger orientierten sich an französischen Vorbildern. Dann aber lockten Hollywood und Elvis Presley mit Botschaften von Rebellentum und sexueller Befreiung. (S. 168)
Vorboten der Revolte: Alte Werte und neuer Konsum, deutsche Tugenden und amerikanische Jugendkultur - in den Gründerjahren der Republik bauten sich gesellschaftliche Spannungen auf, die sich in den 68er Kämpfen heftig entluden. Von Jürgen ... (S. 170)
ALLTAGSKULTUR
Wirrwarr in Rosarot: Die fünfziger Jahre werden oft als einheitlich bonbonbunte Ära beschrieben. In Wahrheit aber war es ein Jahrzehnt stilistischer Unsicherheiten und erbitterter Debatten. (S. 154)
LITERATUR
Bücher zum Thema (S. 178)
SPIEGEL special
7/2005
1/2006
2/2006
3/2006
4/2006
5/2006
6/2006
7/2006
8/2006
9/2006
AGB
|
Hilfe
|
Index
|
Impressum
Spiegel Online
|
Version 1.7.3.7 (DB: dokn)