Völlig aus dem Ruder gelaufen ist die Redaktionsparty, mit der sich die Journalisten der Münchner "Abendzeitung" ("AZ") von ihrem altem Domizil in der Sendlinger Straße verabschiedeten und dem Wort "Krawalljournalismus" eine ganz neue Bedeutung gaben. Weil das Fest fälschlicherweise unter dem Namen "Abrissparty" angekündigt war, zogen einige Redakteure demolierend durch die Räume des Verlags. In einer ersten Einschätzung ging "AZ"-Chefredakteur Arno Makowsky intern von einem Schaden von 20 000 Euro aus. Man fürchtete, das Haus nicht fristgerecht übergeben zu können. "Glücklicherweise ist es dann ganz so schlimm nicht gekommen", sagt er. Einige "AZ"-Redakteure wurden abgemahnt. Der Schaden muss von den Verursachern bezahlt werden. Die Chefredaktion regte jedoch eine Solidaritätssammlung unter allen Kollegen an.