Der New Yorker Zeichner Art Spiegelman, 32, der gemeinsam mit seiner Frau die Kunst-Zeitschrift "Raw" herausgibt (Motto der zweiten Nummer: "Das Grafische Magazin für verdammte Intellektuelle") greift nur zum Stift, "wenn die paranoide, schrille Person in mir herausbricht". Unter dem Titel "Breakdowns" sind nun bei Stroemfeld/Roter Stern gesammelte Comic strips von Spiegelman erschienen, die der Literaturwissenschaftler Martin Langbein und der Faschismus-Analytiker Klaus Theweleit ("Männerphantasien") in einem Beiheft kommentiert haben. 14 harte und zum Teil makaber-witzige Bildergeschichten über den Alltag in New York, den Detektiv Ass Loch, der gefälschten Picassos auf der Spur ist, und über den Selbstmord von Spiegelmans Mutter. Eingeleitet wird die Sammlung mit "Maus": einem Comic strip über das Leben der Mäuse-Juden unter der Herrschaft der Katzen-Nazis in "Mauschwitz". Art Spiegelman ist der Sohn polnischer Juden. Sein Bruder und neun Geschwister der Mutter kamen unter Hitler um.