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‣ Titel Überwachung und Ausbeutung bei Aldi - ein zu hoher Preis für billige Waren?
‣ Gesellschaft Ist die Occupy-Bewegung doch nicht gescheitert?
‣ Ukraine Könnte ein Boykott der Fußball-EM die Menschenrechte stärken?
Piraten waren Räuber, Vergewaltiger und Mörder. Mit der falschen Romantik von Piratenfilmen hatten sie nichts zu tun. Solche Leute hat man früher geköpft oder gehängt. Heute heißt dies: nicht wählen.
Stefan Zotschew, Hebertshausen (Bayern)
Über Ihr Titelbild bin ich (58 Jahre alt) ehrlich empört. Wie können Sie aktive junge Menschen, für die Protest zum Glück kein Fremdwort ist, derart verunglimpfen und von oben herab behandeln? Sich als blödes Establishment outen? Ich bin froh, dass es endlich eine neue Partei gibt, die sich aktueller und moderner Themen annimmt.
Beate Braumann, Engeln (Nieders.)
Kompliment zum Titelbild. Habe laut gelacht, als ich den SPIEGEL bekam. Besser geht's nicht. Untoppbar.
Constanze Kraus, Ludwigshafen
Dieses Land wird seit Jahren in den Bereichen Europa-, Integrations- und Bildungspolitik bestenfalls auf Sicht gesteuert. Gut, wenn die oft arroganten Vertreter der politischen Klasse von einer Partei vorgeführt werden, die fast keine Inhalte vertritt, sich aber für Transparenz und direkte Demokratie starkmacht.
Dr. Hans-Joachim Eberhard, Gütersloh
Wenn die Piraten nach der kommenden Bundestagswahl ins kalte Wasser springen müssen, wird sich herausstellen, dass die wenigsten schwimmen können.
Klaus Rakette, Walsdorf (Bayern)
Wenn eine solche Chaotentruppe so breite Zustimmung findet, zeigt sich vor allem eines: wachsende Verzweiflung über permanente Ignoranz und Entmündigung durch die etablierten Politiker.
Wilfried Lippke, Berlin
Die großen Parteien haben das Internetzeitalter verschlafen, und jetzt, da sich eine Partei dieses Thema auf die Fahnen schreibt, soll gerade sie einen Kompromiss mit den alten Parteien eingehen. Es sollte vielmehr andersherum sein.
Leo Appel, Freiburg im Breisgau
Man schwärmt von "Schwarmintelligenz" und übersieht, dass gute Ideen nun mal nur durch Wissen, Erfahrung und Intelligenz der Eliten entstehen.
Klaus Fischer, Ditzingen (Bad.-Württ.)
Wenn nun eine Horde Naivlinge, Nerds und Umsonst-Apostel es schafft, die drittstärkste Kraft im Lande zu werden, dann hat die Staatsverdrossenheit einen neuen Höhepunkt erreicht: Demokratie wird nicht mehr ernst genommen.
Jörg Hammacher, Liederbach (Hessen)
Ein Ziel haben die Piraten erreicht: Es wird wieder über Politik-Inhalte nachgedacht, insbesondere bei jungen Leuten und Wahlverweigerern. Die etablierten Parteien regen sich nur deshalb auf, weil sie gezwungen werden, aus ihrem selbstgefälligen Trott auszubrechen.
Michael Schuldes, Feldkirchen (Bayern)
Die Piraten sind dabei, die Kontrolle über ihr Schiff zu verlieren, und wenn sich nicht noch vernünftige Kräfte durchsetzen, wird das Schiff mit voller Fahrt auf ein Riff oder einen Eisberg scheppern!
Werner Thoma, Bad Windsheim (Bayern)
Wenn einige unglückliche Äußerungen, die dem kritischen Betrachter als rechtsextrem erscheinen mögen, verallgemeinert werden, so hat das mit dem Geist der Partei nichts zu tun. Vielmehr gibt es und wird es immer wieder Probleme geben, wenn IT-Leute spontan mit Geschichte und Sprache konfrontiert werden.
Josef Linsler, Würzburg
Lieber das Chaos, aus dem vielleicht etwas Besseres entsteht, als geordnete Korruption und Parteienherrschaft. Was soll eigentlich das Gejammere über ein fehlendes Programm ausgerechnet von denen, die sich an ihr eigenes nicht halten?
Heidemarie Wegener, Osterode am Harz
Sich von Massenmails leiten und umleiten zu lassen und vor "shitstorms" zu fürchten und danach Positionen auszurichten erinnert mich an den Satz aus der Apo-Zeit: "Leute, fresst Scheiße: Zwei Milliarden Schmeißfliegen können sich nicht irren!"
T. Johannes Weber, Flensburg
Dirk Kurbjuweits Essay über die Dialektik der Freiheit, angewandt auf die Netzideologie, war das Klarste und Faszinierendste, was ich seit langem gelesen habe.
Gerald Böhnel, Hamburg
Kurbjuweits Essay ist ein analoges Manifest eines Ewiggestrigen. Einseitiger kann man eine Thematik gar nicht behandeln.
Benjamin Kögler, Grossenseebach (Bayern)
Dieser Essay enthielt die klarsten Gedanken und deutlichsten Worte zu den Themen Rücksichts- und Zügellosigkeit, Gier, Freiheit und damit ganz sicher auch Freiheit des Mitmenschen.
Erik K. Freymann, Julianadorp (Niederlande)
SPIEGEL-Titel 17/2012