Rolf Linsler, 69, stellvertretender Fraktionschef der Linkspartei im saarländischen Landtag, empfahl sich bei seinem jüngsten Auftritt als Alterspräsident für eine Mitarbeit bei der Satiresendung "heute show". Auf der konstituierenden Sitzung des Parlaments am vergangenen Dienstag begrüßte Linsler zunächst zwei ehemalige Landtagspräsidenten. Er freue sich, dass es die Herrschaften "immer wieder an ihren alten Tatort zurückzieht". Als auf Linslers rhetorische Frage, ob jemand seiner Benennung als Alterspräsident widerspreche, Gelächter unter den Abgeordneten aufkam, setzte der Linken-Politiker patzig nach: "Ich frage ja bewusst nicht: Fühlt sich jemand älter?!" Den Landtagspräsidenten Hans Ley (CDU) ernannte Linsler statt "einstimmig" dann als "einstellig gewählt". Seine 15-minütige Rede beendete er mit einem breiten Grinsen und den Worten "ich danke Ihnen für meine Ausführungen".
Alexandra Schewtschenko alias Sascha, 23, ukrainische Frauenrechtsaktivistin der Gruppe "Femen", die oben ohne gegen Sextourismus und Ausbeutung von Frauen kämpft
Michelle Obama, 48, First Lady der USA, hat Ärger mit Moralaposteln. Die Popsängerin Beyoncé hatte in einem offenen Brief auf ihrer Website die Präsidentengattin überschwänglich gelobt: Sie sei "das ultimative Beispiel einer starken afroamerikanischen Frau". Obama bedankte sich wenige Tage später via Twitter: Beyoncé sei ein Vorbild für Kinder und Teenager. Die Reaktionen auf Obamas Einschätzung gerieten weit weniger freundlich. In Online-Kommentaren wurde die moralische Integrität der Musikerin vor allem wegen ihrer gewagten Bühnen-Outfits in Frage gestellt: "Wie kann jemand, der sich auf die Bühne stellt und mit seinem Hintern wackelt, ein Vorbild für junge Mädchen sein?!"
Christian Lindner, 33, liberaler Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl, kommt neuerdings ohne Sehhilfe aus. Er ließ sich seine Kurzsichtigkeit von minus 3,5 Dioptrien weglasern. Nach Aussage seines Arztes sei er auf dem besten Weg zu einer Kontaktlinsenunverträglichkeit gewesen, sagt Lindner. Er habe seine Linsen zu viel und zu lange getragen - "jeden Tag 16 Stunden". Die Operation fiel ausgerechnet auf den 14. März - an jenem Tag löste sich der nordrhein-westfälische Landtag auf. "Zu dem Zeitpunkt lag ich gerade unter dem Laserstrahl, um für Durchblick zu sorgen", so der FDP-Politiker. Seine leicht rötlich unterlaufenen Augen in der Zeit nach der OP seien daher auch kein Zeichen für Anspannung angesichts der bevorstehenden Wahl gewesen. "Die Augen sehen im Augenblick müde aus, aber sie sind umso schärfer", sagt Lindner.
Jacques Chirac, 79, ehemaliger französischer Staatspräsident (1995 bis 2007), hat daheim offenbar nicht mehr viel zu melden. So teilt Gattin Bernadette seine Sympathie für den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande, 57, keineswegs - und hat das nun auch sehr deutlich gemacht. Als treue UMP-Parteifreundin ist sie für Nicolas Sarkozy. Chirac dagegen hatte Hollande öffentlich seine Unterstützung zugesichert: "Ich werde Hollande wählen, denn ich mache jetzt, was ich will." UMP-Parteikollegen bemühen sich seither, die Aussage als "Scherz" herunterzuspielen, oder begründen sie mit Chiracs angeschlagenem Gesundheitszustand. Ehefrau Bernadette hat Taten folgen lassen: Mit einer in Frankreich möglichen Vollmacht ausgestattet, hat sie im ersten Wahlgang auch im Namen ihres Mannes gestimmt - für Nicolas Sarkozy.